
Cloud Gate © LEECHIAYEH CG
Cloud Gate Dance Theatre
Das Licht zeigt den Lauf der Sonne über einem Blätterdach,
fast spürt man ihre Wärme. Wir hören Vögel und den Wind, sehen Zikaden auf der
Bühne: das harmonische Spiel der Natur in einer Welt ohne Menschen. Mit
feinsten Schattierungen von Bewegung, Licht und Klängen zeigt der Choreograf
Cheng Tsung-lung einen Tag im Wald, ein in sich ruhendes Ökosystem. Die zwölf
Tänzer und Tänzerinnen von Cloud Gate schwanken wie Halme im Wind oder setzen
als bizarre Insekten zum Sprung an, sie zeigen die Paarungstänze prachtvoller
Vögel, werden zu fallendem Regen und fließendem Wasser. Und dabei machen sie
die Musik auch noch selbst – mit Stimme und Atem, Fingerklicken und Schnalzen,
mit Bodypercussion, Pfeifen oder Zwitschern werden ihre Körper zu akustischen
Instrumenten und singen von der unberührten Natur.
Schon früher huldigte das Cloud Gate Dance Theatre aus Taiwan dem Bambus, dem Wasser im Mondschein oder dem Wind. Jetzt folgt Cheng Tsung-lung auf den legendären Direktor Lin Hwai-min und spielt in einem lichten, hellen Bühnenraum mit synästhetischen Assoziationen, ziseliert Hände zu Blättern und seidenweichen Wellen, lässt das Animalische in den Körpern pochen. Vielleicht ist es das Paradies, vielleicht die Welt nach der Apokalypse – in jedem Fall sitzt man hingerissen vor so viel Schönheit. Bis der Wald zur Abenddämmerung wieder einschläft.
Schon früher huldigte das Cloud Gate Dance Theatre aus Taiwan dem Bambus, dem Wasser im Mondschein oder dem Wind. Jetzt folgt Cheng Tsung-lung auf den legendären Direktor Lin Hwai-min und spielt in einem lichten, hellen Bühnenraum mit synästhetischen Assoziationen, ziseliert Hände zu Blättern und seidenweichen Wellen, lässt das Animalische in den Körpern pochen. Vielleicht ist es das Paradies, vielleicht die Welt nach der Apokalypse – in jedem Fall sitzt man hingerissen vor so viel Schönheit. Bis der Wald zur Abenddämmerung wieder einschläft.





